Monaco

Monaco

Bei den Schönen und Reichen in Monte Carlo

Träume von einem Leben in Wohlstand,
Sehnsucht danach, schöner oder erfolgreicher zu sein,
ist das der Weg zum Glück?
Ich glaube das Glück liegt viel näher
Es kommt zu mir, wenn ich mein Leben
und mich selbst annehme,
wenn ich meine wahre Schönheit erkenne
und lerne, mit meinen Möglichkeiten zu leben .

[© unbekannt]

Ich empfehle Euch, dass Ihr Euch erst einmal eine Tasse Kaffee schnappt und es Euch bequem macht. Taucht ein in die unwirkliche Hochglanzwelt des zwei quadratkilometergrossen Monaco!
Monaco – das Fürstentum, der Zwergenstaat, das Steuerparadies an der Cote d’Azur bereist man als normaler Tourist meist nur als Tagesetappe. So war es auch bei mir.

Was macht man einen Tag lang in Monaco?

Eine Frage, die relativ schnell zu beantworten ist: Eintauchen in eine ganz besondere Welt, die man im Grunde an keinem Platz der Welt ein zweites Mal in ähnlicher Form findet.

Monte Carlo, die Hauptstadt, die eigentlich schon alles ist, was das Fürstentum ausmacht, ist eine andere Welt. Eine Welt von Glanz und Gloria. Entweder liebt man es oder man hasst es. Beeindruckend ist die Stadt am Mittelmeer allemal. Man muss einmal im Café de Paris gewesen sein, sein Glück im Casino versucht haben, man muss einmal die Rolls Roys vor den heiligen Hallen des Casinos zählen, sich die Mietpreise der Appartements bei Jones Lang La Salle anschauen und einen Blick auf den Yachthafen in der Fürstenbucht werfen, wo all die millionenschweren Luxusyachten liegen. Monte Carlo ist das Las Vegas der Mittelmeerküste und es fällt mir eigentlich nur ein Wort dazu ein: Wahnsinn!

Das ist wirklich Wahnsinn! Es gibt zwei Orte auf dieser Welt, die ich bisher gesehen habe und an denen ich meinen Mund vor Staunen nicht mehr zu bekommen habe: 1. Die Türkei mit dem absoluten Verkehrschaos, 2. Monte Carlo. Es ist „nur“ ein Tagestripp, aber er ist unser Highlight des Urlaubs im Juni 2015.
Ich glaube es gibt nur zwei Gefühle, die man mit Monte Carlo verbinden kann: Hass oder Zuneigung. Ich kann mich jedoch nicht recht entscheiden: um es zu hassen ist es zu prächtig, um es zu lieben, zu unnahbar. Doch fangen wir von vorne an. Wir nähern uns Monte Carlo mit einer Fahrt an der Cote d’Azur entlang, die ich mir nicht so traumhaft vorgestellt habe.

Wir reisen an, natürlich mit unserem guten alten Benz… sowas von gewöhnlich ツ. Dieser wird aber gleich in der Tiefgarage versteckt. Neben den Luxus-Limousinen und teuren Sportwagen komm ich mir irgendwie klein vor. Aber schiiiiiiick und sowas von edel!
Noch winziger komme ich mir vor, als ich nach wenigen Schritten und gekühlt durch ein Eis (es ist an diesem Tag ziemlich heiß) neben einer riesigen Luxusyacht stehe! Fragt mich bitte nicht, wie groß sie ist … ich weiß nur soviel: ein Fischkutter ist ein Winzling dagegen. Ihr werdet es auf den Fotos sehen ツ.
Wir schlendern über verschiedene Bootsstege und wundern uns, plötzlich mehrere Pferdetransporter zu sehen. Wir gehen weiter, stehen plötzlich vor hohen Absperrzäunen, hören Lautsprecher-Durchsagen und und sehen mehrere Tribünen.
Ich sehe zum ersten mal in meinem Leben LIVE ein Springreit-Tournier!
Genauer gesagt findet hier in Monaco vom 25. – 27.06. die Global Champions Tour statt .

Ich erinnere mich sehr genau an ein paar Ladys, die im noblen Zwirn, mit großen Hüten und gelifteten Gesichtern das Treiben verfolgen und uns keines Blickes würdigen. Anders dagegen wir, die Touristen, die gaffen. Es liegen Welten zwischen den Grazien und uns Touristen mit den Trackingsandalen, oder anders gesagt, ein Haufen voll Geld. Doch ich spüre, wie unwohl sich die Ladys fühlen und wende den Blick geradeaus.

Dort befindet sich der berühmteste Tunnel der Welt. Denn von hier aus schießen die Formel-1-Rennwagen die steilen und engen Kurven hoch durch Monte Carlo, im Rücken, die tiefblaue Cote d’Azur. Ich hab früher viele dieser Rennen im Fernsehen verfolgt und nun stehe ich leibhaftig hier auf einer der berühmtesten Rennstrecken der Welt! Mit den Reifenspuren auf den rot-weißen Kurvenmarkierungen höre ich noch das Heulen der Motoren im Ohr. Wahnsinn!

Wer seinen Wohlstand vermehren möchte,
der sollte sich an den Bienen ein Beispiel nehmen.
Sie sammeln den Honig, ohne die Blumen zu zerstören.
Sie sind sogar nützlich für die Blumen.
Sammle deinen Reichtum,
ohne seine Quellen zu zerstören,
dann wird er beständig zunehmen.

[© Buddha]

Wir schlendern hoch zum prächtigsten Gebäude auf dem Felsen: dem Casino. Casinos sind für mich ebenso magsiche Orte, sie ziehen mich gradezu an, vielleicht weil hier Schicksale entschieden werden, vielleicht weil du hier alles gewinnst oder alles verlierst und niemals weißt, wo alles enden wird. In Monte Carlo werden an einem Abend Summen in Höhe eines Einfamilienhaus verspielt. Welche berühmten Persönlichkeiten mögen schon alle hier gewesen sein? Schauspieler, Politiker, Könige, die Creme de la Creme des Geldadels. Die heiligen Hallen schweigen und bleiben so distanziert, dass ich mich nicht traue hinein zu gehen.

Weiter ging es um das Casinogebäude herum, von hier aus hat man einen herrlichen Blick über den Hafen von Monte Carlo, der geschützt in einer Bucht liegt. Hier liegen die Juwelen der Stadt, denn wer etwas auf sich hält, hat hier eine Yacht liegen. Nicht irgendeine, sondern eine Mega-Yacht natürlich. Mit Köchen, Dienern, einer Crew, mit sämtlichen Luxusausstattungen von denen ich wahrscheinlich noch nicht mal eine Ahnung habe, das es soetwas gibt. Dort unten im Hafen liegen Milliarden, soviel steht fest.

Auf dem Hügel gegenüber liegt das Schloß von Fürst Albert und Fürstin Charlene von Monaco. Ein Hauch von fürstlichem Glanz und Gloria weht herüber und natürlich hätte ich die schöne Charlene nur zu gern einmal gesehen, aber in Monaco laufen um diese Tageszeit hauptsächlich gewöhnliche Touristen wie wir herum. Wo sind all die Schönen und Reichen? Vielleicht verstecken sie sich in ihren teuren Appartements. Ein Blick auf die Immobilienpreise in einer Schaufensterauslage von Jones Lang LaSalle zeigt einen Quadratmeterpreis von 46.000 Euro. Falls ihr also jemals überlegt nach Monaco auszuwandern, vergesst nicht das nötige Kleingeld mitzubringen, denn unter drei Millionen wird es schwer was zu finden. Teurere Appartements findet man wohl sonst nirgends auf der Welt und dabei kann ich noch nicht mal sagen, dass dies schöne Wohnungen wären, ich würde jedenfalls nicht in so einem grauen Bunker wohnen wollen. Allerdings nutzen viele Ausländer Monaco auch nur als Wohnsitz, um Steuern im eigenen Land zu sparen. Jedenfalls bietet der Ministaat auch keinen Zentimeter freien Platz mehr, Monaco ist der kleinste und dichtbesiedeltste Staat der Welt.

Trotz dem Prunk und Gloria scheint es mir als sind die besten Jahre Monte Carlos mit der Ära Grace Kelly erloschen. Die Fürstin und Schauspielerin holte einst halb Hollywood an die Cote d’Azur, es scheint, als habe ihr tragischer Autounfall auch den Stern der Stadt erloschen. Die tristen grauen Hochhausfassaden der Luxusappartements von Monte Carlos wirken  wie einsame Statisten in einem Hollywoodstreifen, den niemand mehr sehen will, außer ein paar Kreuzfahrttouristen, die stolz erzählen, sie wären im Café de Paris ein und ausgegangen.

Jetzt lasst die Monaco Bilder auf Euch wirken.

MONACO: LIFE IN MONACO, THE BEAUTY OF MONTE CARLO

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Fotografie sandra @Sandra_Bilder
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Sandra
Sandra
Mein Name ist Sandra Weber ~ aber mir ist einfach nur „SANDRA“ am liebsten. Meine große Liebe gilt neben meiner Familie der Fotografie. Sie ist nicht nur ein Hobby, es ist die Leidenschaft zu Erinnerungen, die uns verbindet. Ich bin ihr in allem was ich mache, hoffnungslos verfallen ツ Mein Geheimnis: aufpassen und mit offenen Augen durch die Welt gehen! Ich erspare Euch jetzt besser die Geschichten, wie ich zur Fotografie kam und komme direkt zum wichtigsten Teil ~ und zwar, was mich immer wieder auf’s neue motiviert, zur Kamera zu greifen und die Menschen und die Welt um mich herum zu fotografieren.